Kongressprogramm

Wer mobbt wen warum?

Prof. Dr. Günter Dörr
Deutsches Forum Kriminalprävention
Christine Liermann
Stiftung Deutsches Forum für Krimianalprävention

Abstract:
Mobbing ist eine besondere Form von (verbaler oder nonverbaler) Gewaltanwendung, die durch ein absichtsvoll-zielgerichtetes Handeln gekennzeichnet ist, wiederholt über einen längeren Zeitraum stattfindet und bei dem immer ein Ungleichgewicht der Kräfte zwischen Täterinnen/Tätern und Opfern besteht. Bricht man die wissenschaftliche Definition auf einen Schulalltag herunter heißt das, dass Mobbing in der Schulklasse als sozialer Bezugsgruppe stattfindet und das Mitschülerinnen und Schüler in ihrem Selbstwertgefühl und Ansehen Tag für Tag durch sich immer wiederholende Beleidigungen, Ausschluss aus der Gruppe und/oder auch körperliche Gewalt geschädigt werden…. und das Opfer ist der Gruppengewalt solange ausgeliefert, bis jemand den Mobbingprozess beendet. Das aber ist nicht einfach. Man muss viel wissen, um das Phänomen zu erkennen, um angemessen zu handeln und für die Zukunft präventiv zu wirken. Der Vortrag gibt eine Einführung in das Phänomen „Mobbing“.
Prof. Dr. Günter Dörr
Prof. Dr. Günter Dörr

Prof. Dr. Günter Dörr, geb. 1954, Lehramtsstudium Sonderpädagogik, an den Universitäten Saarbrücken und Mainz sowie Studium der Psychologie an der Universität Saarbrücken. Nach zehn Jahren als Lehrer in Grund-, Haupt- und Förderschulen im Saarland von 1985 – 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Saarbrücken, 1992 – 2008 Professor für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten, 2009-2019 Direktor des Landesinstituts für Präventives Handeln im Saarland.

Christine Liermann
 Christine Liermann

Christine Liermann (geboren 1961), Oberstaatsanwältin NRW), abgeordnet zum Bundesministerium der Justiz (BMJ) und seit 2010 von dort der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) zugewiesen. In dem Arbeitsschwerpunkt Entwicklungsförderung und Gewaltprävention (E&G) verantwortet sie verschiedene Projekte, die sich insbesondere mit den Themen der Evidenzbasierung und Implementationsqualität von Präventionsmaßnahmen befassen.