B3 - Institut für Beratung, Begleitung und Bildung e.V.
KARUNA eG
Abstract:
Wie können Präventions- und Vernetzungsstrukturen zu einem stabilen gesellschaftlichen Frieden beitragen, insbesondere in einem polarisierenden und umstrittenen Themenfeld wie dem „Linksextremismus“?
Jörg Richert und Ulrike Geisler erläutern die Vision und die Herausforderungen einer neuen bundesweiten Kooperationsplattform, die sich demokratisch und inklusiv mit dem Schwerpunkt der Linken Militanz und Linker Extremismen auseinandersetzt und eine Positionierung erarbeitet. Der Vortrag zeigt auf, wie durch Zusammenarbeit, die systematische Einbindung zivilgesellschaftlicher und wissenschaftlicher Akteure und durch nachhaltige Präventionsarbeit soziale Spannungen entschärft und potenzielle Konflikte kanalisiert werden können. Der Vortrag stellt das Projekt vor und thematisiert den Umgang mit aktuellen Herausforderungen des sich polarisierenden gesellschaftlichen Diskurses und warum es wichtig und schwierig zugleich ist, miteinander zu sprechen statt übereinander zu reden.
Die Kooperationsplattform versteht sich als Ort der Begegnung und des Dialogs, der die verschiedenen Perspektiven zusammenbringt und so einen Beitrag zu einer friedlichen Gesellschaft leistet.

Ulrike Geisler, B3-Institut, leitete in der vergangenen Förderperiode das Modellprojekt „Gute Gewalt – schlechte Gewalt? Legitimationen linker Militanz“, das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und von dem sächsischen Landespräventionsrat gefördert wurde. Das B3 Institut ist Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe Sachsen des Vereins Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. Die Historikerin beschäftigt sich zudem mit den Schwerpunkten Stadtgeschichte, Soziale Minderheiten und Randgruppen, Migrationsforschung sowie Pluralisierungsprozesse in Sachsen.

Jörg Richert, geboren in Ost-Berlin, Gründer der Jugendhilfe – und Bildungsträgers KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not e.V. im Jahr 1990 und KARUNA eG - die Sozialgenossenschaft mit Familiensinn im Jahr 2016, studierte Kulturwissenschaft in der DDR, ist systemischer Organisationsberater, ist Ashoka Fellow, lebt in Berlin, Stralsund und in Athen. Er ist Vater von zwei Kindern. Als Leiter von Jugendzentren in Ost-Berlin erlebte er und gestaltete er die politische Wende in der DDR aktiv mit und begleitete mehrfachgefährdete Jugendliche. Für seine innovative Jugendarbeit und sein gesellschaftspolitisches Engagement erhielt er durch Johannes Rau den Bundesverdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.