Kongressprogramm

Gemeinsam gegen Antisemitismus in Hamburg

Eleonore Yassine-Sahyouni
Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke der Freien und Hansestadt Hamburg

Abstract:
Die jüdische Gemeinschaft gestaltet die Hamburger Stadtgesellschaft aktiv mit, aktuell betreibt sie den Wiederaufbau der in der Reichspogromnacht zerstörten Bornplatzsynagoge. Zudem liegt in Hamburg die Wiege des liberalen Judentums. Gleichwohl ist Antisemitismus auch in Hamburg eine ernste Herausforderung; eine Dunkelfeldstudie aus dem Jahr 2024 zeigt: Hamburger Jüdinnen und Juden sind durch antisemitische Vorfälle erheblich belastet.
Um die Bekämpfung von Judenhass zu stärken hat der Hamburger Senat im November 2024 eine Landesstrategie gegen Antisemitismus und zur Förderung des jüdischen Lebens beschlossen. Das ressortübergreifende Konzept wurde von Ämtern und Behörden, jüdischen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren gemeinsam erarbeitet, es verfolgt einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz. Kern der Strategie ist die gemeinsame Festlegung von fünf Grundsätzen, drei Handlungsfeldern und zehn Zielen, insbesondere wird das Handlungsfeld „Förderung des jüdischen Lebens“ konzipiert. Wesentliche Bausteine sind außerdem die stadtweite Zusammenarbeit und Vernetzung, der unabhängige Antisemitismusbeauftragte und die Stärkung der antisemitismuskritischen Bildungs- und Dialogarbeit. Der Vortrag wird auf die wesentlichen Elemente der Strategie sowie die Kooperation mit den jüdischen Institutionen eingehen.