Dr. Teresa Nentwig
Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg
Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg
Abstract:
Finanzielle Mittel sind für Extremist*innen jeglicher Couleur zentral: Erst verfügbares Geld versetzt Extremist*innen in die Lage, z. B. Propagandamaterial und die Anreise zu einer Demonstration zu finanzieren. Außerdem erleichtern eigene Immobilien, die als Treffpunkte genutzt werden können, die politische Arbeit. Alles in allem gilt: Je erfolgreicher extremistische Gruppierungen im Wettbewerb um Ressourcen sind, desto stärker können sie diese in ihre Interessendurchsetzung investieren. Je erfolgreicher sie sich zudem ihren Sympathisant*innen präsentieren können, desto erfolgreicher könnte deren Rekrutierung sein.
Der Vortrag konzentriert sich auf den Rechtsextremismus in Deutschland und gibt zunächst einen Überblick über die Einnahmequellen von Rechtsextremist*innen hierzulande. Diese sind äußerst vielfältig. Sie reichen von Tattoo-Studios und Gastronomiebetrieben über Musikveranstaltungen und Verlagstätigkeiten bis hin zu Erbschaften und staatlicher Parteienfinanzierung. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, die Finanzierungsaktivitäten von Rechtsextremist*innen einzuschränken oder gänzlich trockenzulegen. Auf diesen Interventionspunkten liegt der Schwerpunkt des Vortrags: Er stellt Handlungsmöglichkeiten vor, die verschiedene Akteur*innen besitzen, darunter Verwaltungs- und Sicherheitsbehörden, Social-Media-Unternehmen, politische Bildner*innen und die Medien.
Der Vortrag konzentriert sich auf den Rechtsextremismus in Deutschland und gibt zunächst einen Überblick über die Einnahmequellen von Rechtsextremist*innen hierzulande. Diese sind äußerst vielfältig. Sie reichen von Tattoo-Studios und Gastronomiebetrieben über Musikveranstaltungen und Verlagstätigkeiten bis hin zu Erbschaften und staatlicher Parteienfinanzierung. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, die Finanzierungsaktivitäten von Rechtsextremist*innen einzuschränken oder gänzlich trockenzulegen. Auf diesen Interventionspunkten liegt der Schwerpunkt des Vortrags: Er stellt Handlungsmöglichkeiten vor, die verschiedene Akteur*innen besitzen, darunter Verwaltungs- und Sicherheitsbehörden, Social-Media-Unternehmen, politische Bildner*innen und die Medien.
Dr. Teresa Nentwig
Teresa Nentwig ist promovierte Politikwissenschaftlerin. Von 2008 bis 2020 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen. Seit Ende 2020 ist sie wissenschaftliche Referentin in der Abteilung „Rechtsextremismus und -terrorismus, Reichsbürger und Selbstverwalter“ beim Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg in Stuttgart. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat Nentwig 2024 die Studie „Schnitzel für 14,88 Euro. Die Einnahmequellen von Rechtsextremisten in Deutschland“ verfasst.