Kongressprogramm

Marginalisierte Menschen im öffentlichen Raum

Christian Kromberg
Stadt Essen
Anna Rau
Deutsch-Europäisches Forum für Urbane Sicherheit e.V.

Abstract:
Im öffentlichen Raum kollidieren die Interessen und Bedürfnisse verschiedenster Nutzergruppen und es kommt in vielen Städten zu Konflikten, Verteilungskämpfen und Verdrängung, die den gesellschaftlichen Frieden erschüttern.
Es gibt in vielen Städten sichtbar mehr Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Menschen, die ein sehr auffälliges und manchmal aggressives Verhalten an den Tag legen, stark verelendet und durch das Hilfesystem oder ordnungspolitische Maßnahmen kaum noch erreichbar sind, stellen für die Gesellschaft eine große Herausforderung dar.
Angesichts wachsender sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Transformationsprozesse ist die Prävention von Armut, Marginalisierung, Wohnungslosigkeit, Sucht und psychischen Erkrankungen unerlässlich für die Wahrung des sozialen Friedens. Zugleich braucht es schnelle Lösungen für die Betroffenen. Aber wie kann das gelingen?
In dem Vortrag werden verschiedene kommunale Präventionsansätze vorgestellt.
Christian Kromberg
 Christian Kromberg

Volljurist und seit 2014 Beigeordneter der Stadt Essen für den Geschäftsbereich Allgemeine Verwaltung, Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung. Zuvor war er Beigeordneter für Personal. Seit 2020 ist er Vorsitzender des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit e.V.(DEFUS).

Er ist ebenfalls Mitglied im Executive Committee des European Forum for Urban Security/EFUS, das ein europäisches Netzwerk von 250 Regionen und Städten zum Thema öffentliche Ordnung und Sicherheit sowie Prävention und die Rolle der Kommunen ist. Efus ist anerkannte Beratungs- und Durchführungsorganisation der EU-Kommission in Fragen der öffentlichen Sicherheit mit Sitz in Paris.

Anna Rau
 Anna Rau

Anna Rau ist seit 2016 die Geschäftsführerin des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit. Zuvor war sie bei der deutsche Opferhilfeorganisation WEISSER RING e.V. für den Bereich der Kriminalprävention zuständig, baute vereinsinterne Strukturen auf, bildete die ehrenamtlichen Mitarbeiter fort und steuerte Fachgremien und bundesweite Kooperationen. Von 2007 bis 2013 arbeitete sie für die GIZ im Bereich der Kinder- und Jugendrechte und betreute dort den Schwerpunkt der Jugendgewaltprävention. Sie war federführend für die Erstellung des Leitfadens zur systemischen Jugendgewaltprävention verantwortlich und beriet Projekte in Zentralamerika, im Kaukasus, auf dem Balkan und in Südafrika. Ihr Studium der Geistes- und Sozialwissenschaften absolvierte sie in Karlsruhe und Santiago de Chile.