Kongressprogramm

Häusliche Gewalt und Anzeigebereitschaft: Hürden und Bedarfe

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Julian Steinwachs
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Emme Wiedemann
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Abstract:
Vor dem Hintergrund einer wahrgenommenen Diskrepanz zwischen Tatbestandsvorkommen und Anzeigebereitschaft, welche die Polizeidirektion Braunschweig für weibliche Betroffene häuslicher Gewalt ausmacht, widmet sich das Forschungsprojekt der Frage, weshalb Personen mit derartigen Erfahrungen nur selten bis keine polizeiliche Unterstützung suchen. Ziel des Pro-jekts ist die Identifikation hindernder Anlässe, bereits bestehende Unterstützungsangebote kri-tisch zu prüfen und gegebenenfalls notwendige Modifikationen und/oder Erweiterungen dieser vorzunehmen. In Kooperation mit der Polizeidirektion Braunschweig werden leitfadengestützte Interviews in Beratungsstellen, Frauenhäuser sowie Polizist*innen aus allen Verwaltungsgebie-ten geführt, die ihrem Zuständigkeitsbereich entsprechen: die Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt und Wolfsburg sowie die kreisfreien Städte Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter. Erwartet wird, dass ein mangelndes Vertrauen in die Fähigkeit und Sensibilität der Polizei be-steht, was das angemessene Behandeln von Fällen häuslicher Gewalt betrifft und somit die Frauen von einer Anzeige abhalten kann. Es gilt zu klären, ob auch von Seiten der Beratungs-stellen und Hilfeeinrichtungen von dem Stellen einer Anzeige abgeraten wird, sodass das Ver-trauen in die Polizei gänzlich fehlt.
Julian Steinwachs

Master Präventive Soziale Arbeit
Forschung Anzeigeverhalten Opfer häuslicher Gewalt in Kooperation mit Polizeidirektion Braunschweig

Emme Wiedemann

Master Präventive Soziale Arbeit
Forschung zu Anzeigeverhalten Opfer häuslicher Gewalt in Kooperation mit Polizeidirektion Braunschweig

Kontaktdaten:
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Wolfenbüttel
Stöckheimer Str. 2
38302 Wolfenbüttel