Kongressprogramm

Digitale Chancengleichheit durch künstliche Tutoren

Dr. Stefan Pietrusky
Universität Heidelberg

Abstract:
Chancengleichheit in der Bildung ist eine Prävention für die Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Friedens und der Wahrung der Demokratie. Leider sind die Bildungschancen in den Bundesländern in Deutschland sehr ungleich verteilt. So zeigt eine aktuelle Untersuchung des Münchner Ifo-Instituts, dass Kinder in Berlin und Brandenburg die besten und in Bayern und Sachsen die schlechtesten Bildungschancen haben. Konkret wird aufgezeigt, inwieweit die Qualifikation der Eltern und das Haushaltseinkommen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit haben, dass Kinder später das Gymnasium besuchen können oder nicht. In der Wissenschaft gibt es verschiedene Vorstellungen, wie die Bildungschancen für alle Kinder verbessert werden können. In diesem Beitrag soll dargestellt werden, wie durch die Digitalisierung des Bildungssystems, konkret der Einsatz von künstlicher Intelligenz, jedem Kind ein digitaler Tutor zur Verfügung gestellt werden kann.
Dr. Stefan Pietrusky
Dr. Stefan Pietrusky

Stefan Pietrusky ist akademischer Mitarbeiter an der Universität Heidelberg am Heidelberger Zentrum für Digital Humanities. Herr Pietrusky hat in zahlreichen interdisziplinären Forschungsprojekten zu digitaler Bildung, Medienkompetenz und Künstlicher Intelligenz gearbeitet. Seine akademische Laufbahn umfasst eine Promotion in Physikdidaktik an der Universität Koblenz-Landau, einen Masterabschluss in E-Learning und Medienbildung sowie im gymnasialen Lehramt. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er Gründer der EdTech Start-ups Learning Level Up, das sich auf anpassbare digitale Lehr- und Lernmedien spezialisiert, sowie von Down Church Studios, einem Indie-Spieleentwickler.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Integration von KI in Bildungsprozesse, der Entwicklung interaktiver Lernformate und der Automatisierung von Bildungsressourcen. Er hat zahlreiche Publikationen zu individualisiertem Lernen, KI in der Bildung und der automatisierten Datenanalyse veröffentlicht und tritt regelmäßig auf Fachkonferenzen auf. Zudem hat er innovative KI-gestützte Tools wie ASCVIT (Automatic Statistical Calculation, Visualization and Interpretation Tool) und ABBA (Automatic Book Building App) entwickelt. Neben seiner Forschung engagiert er sich ehrenamtlich im Hei-MaT Zentrum für Migrationsforschung und bringt seine Expertise in Digitalisierung und Systementwicklung ein.