Kongressprogramm

Übersehene Opfer: Folgen von Intimiziden für Kinder

Stefanie Horn
Deutsche Hochschule der Polizei

Abstract:
In Deutschland kommt es jährlich zu ca. 300 versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten in (Ex-)Partnerschaften. Vielfach sind von derartigen Taten auch Minderjährige betroffen, die in der Obhut eines oder beider Elternteile leben. Das Miterleben schwerer zielgerichteter Gewalttaten stellt per se ein erhebliches Risiko für die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern dar. Besonders gravierend wirkt sich dies aus, wenn die Hauptbezugspersonen – welche normalerweise dabei helfen könnten, ein solches Trauma zu verarbeiten – wegfallen, da sie getötet oder inhaftiert sind. Was erleben diese Kinder und wie kann die Gesellschaft sie unterstützen?
Vorgestellt werden Daten aus mehreren deutschen Studien zu von Intimiziden betroffenen Kindern. Sie beantworten die Fragen, in welcher Weise Kinder durch derartige Vorkommnisse betroffen sind, welche Risiken sich hieraus ergeben und in welcher Weise Kinder unterstützt werden und unterstützt werden können. Zudem wird ein internationaler Ausblick auf Konzepte zur Unterstütz
Stefanie Horn
 Stefanie Horn

Stefanie Horn ist Rechtspsychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Kriminologie und Interdisziplinäre Kriminalprävention an der Deutschen Hochschule der Polizei und forscht dort in verschiedenen Projekten zur Kriminalitätsprävention. Sie hat einen praktischen Hintergrund durch mehrjährige Arbeit in der Jugendhilfe und als rechtspsychologische Sachverständige. Ihre Forschungsinteressen liegen in der Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt und einem besseren Kinderschutz.

Montag, 23. Juni 2025
16:00 - 16:45 Uhr
Vortrag