Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz
Abstract:
Der Vortrag beleuchtet die aktuelle Situation der Hilfsangebote für Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Laut der PKS haben im Jahr 2023 bundesweit über 57.000 volljährige Männer ihr Betroffenheit von häuslicher Gewalt polizeilich angezeigt. Dem gegenüber stehen bundesweit 49 Plätze, die für betroffene Männer zugänglich sind. Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf. Auf Basis der Nutzungsstatistiken der letzten drei Jahre wird der Vortrag die wachsende Nachfrage nach Unterstützung für männliche Betroffene dargelegen. Dabei wird diskutiert, wie ein Hilfesystem für alle Geschlechter Teil eines umfassenden Präventionsansatzes sein kann, um den gesellschaftlichen Frieden zu fördern und Gewalt in ihren verschiedenen Erscheinungsformen zu bekämpfen.
Jana Peters studierte Soziale Arbeit (BA) an der Hochschule Zittau/Görlitz. Im Rahmen des Studiums entwickelte sie 2017 erstmals Qualitätsstandards für Männerschutzeinrichtungen in Sachsen. Für ihre Bachelorarbeit entwickelte sie diese 2018 zu einem Leitfaden zum Aufbau von Männerschutzeinrichtungen weiter.
Seit 2020 arbeitet sie als Referentin für Qualitätsmanagement und Evaluation bei der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz. In ihrer Position setzt sich Jana Peters für die Sichtbarkeit männlicher Verletzlichkeit und Gewaltbetroffenheit ein. Sie erstellt eine jährliche Nutzungsstatistik der Männerschutzeinrichtungen in Deutschland und berät interessierte Fachkräfte/Träger sowie Politik und Verwaltung zum Thema Männergewaltschutz.