Kongressprogramm

Social Media: Ressource für psychosoziales Krisenmanagement

Dr.-Ing. Sylvia Bach
Bergische Universität Wuppertal
Francesca Müller
Bergische Universität Wuppertal
Jacqueline D. Oppers
Bergische Universität Wuppertal

Abstract:
In Zeiten multipler Krisen und Katastrophen gewinnt die Fähigkeit der Bevölkerung zur Selbsthilfe zunehmend an Bedeutung. Demografischer Wandel, soziale Gefährdungsfaktoren und ein hoher Urbanisierungsgrad beeinflussen diese Kompetenz maßgeblich. Zugleich steigen die Erwartungen an professionelle Hilfsorganisationen. Dabei rückt das psychische Wohlbefinden als ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheit immer mehr in den Fokus – insbesondere die psychosoziale Gesundheit nach potenziell traumatisierenden Ereignissen. Unterdessen lässt sich eine verstärkte Tendenz zum Eskapismus in Soziale Medien beobachten, deren Nutzung in Krisensituationen signifikant zunimmt. Das Forschungsprojekt #sosmap greift diese Entwicklungen auf und untersucht das Potential sozialer Medien als Spiegel psychosozialer Bedarfe und Ressourcen. Der Vortrag beleuchtet Handlungsmöglichkeiten und Vorgehensweisen zur Ableitung von psychosozialen Faktoren aus Sozialen Medien.
Dr.-Ing. Sylvia Bach
Dr.-Ing. Sylvia Bach

Sylvia Bach ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Forschungsgruppenleitung im Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit an der Bergischen Universität Wuppertal. Derzeit arbeitet sie an den Projekten KRISENFIT („Krisenfitte Kommunalverwaltungen – Strategien und Instrumente zur Vorbereitung auf multiple Lagen“) und ReVerSy („Stärkung der Resilienz von Verwaltungsstäben durch ganzheitliche Systemmodule“), die sich mit der Optimierung von Verwaltungsstrukturen in Krisensituationen befassen.

Francesca Müller
 Francesca Müller

Francesca Müller ist Sicherheitsingenieurin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit an der Bergischen Universität Wuppertal. Dort arbeitet und promoviert sie im Forschungsprojekt „Systematische Analyse der Kommunikation in sozialen Medien zur Anfertigung Psychosozialer Lagebilder in Krisen und Katastrophen (#sosmap)“. Die Ziele des Projekts sind 1. die Entwicklung von Kriterien zur Identifikation und Nutzung von psychosozialen Bedarfen und Ressourcen der Bevölkerung auf Basis der in sozialen Medien öffentlich geteilten Informationen sowie 2. die darauf aufbauende Ableitung von Rahmenempfehlungen für die Erstellung und Nutzung eines digitalen psychosozialen Lagebildes im Bevölkerungsschutz.

Jacqueline D. Oppers
 Jacqueline D. Oppers

Jacqueline D. Oppers ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit an der Bergischen Universität Wuppertal. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sie sich vorrangig mit dem Vertrauensverhältnis zwischen Polizei, kommunalen Ordnungsdiensten und der Bevölkerung in diversitätsgeprägten Stadtteilen.