Kongressprogramm

Die Bedeutung sozialer Milieus für die Gewaltprävention

Dr. Christiane Nischler-Leibl
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Abstract:
Wie wird Gewalt in den sozialen Milieus einer Gesellschaft wahrgenommen? Wie sind die unterschiedlichen Gewalterfahrungen in den sozialen Milieus? Welche sozialen Milieus lassen sich überhaupt voneinander unterscheiden? In dem Workshop werden zunächst Antworten auf diese Fragen gegeben und im Anschluss daran Vorschläge für die Prävention und für die Öffentlichkeitsarbeit angesprochen und diskutiert. Der Workshop basiert auf der Studie "Gewalt und Milieus - Einstellungen zu Gewalt und Gewalterfahrungen in sozialen Milieus in Bayern" von Prof. Dr. Carsten Wippermann, die im Auftrag des Bayerischen Sozialministeriums verfasst und 2022 veröffentlicht wurde. Ein Aspekt des Workshops wird sich auch mit dem Thema "Hate Speech gegen Frauen" befassen.
Dr. Christiane Nischler-Leibl
Dr. Christiane Nischler-Leibl

Frau Dr. Christiane Nischler-Leibl leitet die Abteilung Frauenpolitik, Gleichstellung und Prävention im Bayerischen Staatsministerium Familie, Arbeit und Soziales. Damit verbunden sind Fragestellungen der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Frauenpolitik, aber auch der Prävention von Gewalt. Letzteres umfasst neben der Radikalisierungsprävention auch das Thema der häuslichen und geschlechtsspezifischen Gewalt im Sinne der Istanbul-Konvention. Die Umsetzung erfolgt unter anderem über das Konzept "Bayern gegen Gewalt".

Zu ihren Aufgaben gehört auch die Leitung der Stabsstelle und damit die Betreuung des Netzwerks der Frauenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung. In ihrer vorherigen Tätigkeit im StMAS lag der Arbeitsschwerpunkt von Frau Dr. Nischler-Leibl im Bereich der Integrationspolitik (2009-2013). Frau Dr. Nischler-Leibl ist Absolventin des 23. Lehrgangs für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei (2013-2014).

Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums des Innern war sie im Bayerischen Landeskriminalamt im Strategischen Innovationszentrum der Bayerischen Polizei (2002-2009) tätig und dort mitverantwortlich für das Thema Islamismusprävention. Unter anderem war sie Mitglied der deutschen Islamkonferenz.

Fragen des Islam in Europa waren auch das Thema ihrer Abschlussarbeit nach dem Studium der Internationalen Beziehungen an der Universität Triest (1997). Ihre Promotion (Universität Würzburg) widmete Frau Dr. Nischler den Ursachen des jihadistischen Terrorismus (2008); damit beschäftigte sie sich schwerpunktmäßig auch während ihrer Tätigkeit für das Institut für Politik und Internationale Studien (1998 – 2002). Berufsbegleitend erlangte sie einen Master of Business Administration.