13.01.2025

Naturkatastrophen-Bilanz 2024 - Der Klimawandel zeigt Krallen

Der Klimawandel zeigt Krallen: Die Welt wird heißer, starke Wirbelstürme, Schwergewitter und Überschwemmungen sind die Folge
  • Die Naturkatastrophen-Bilanz 2024 – ein schadenträchtiges Jahr für Versicherer: 140 Mrd. US$ versicherte Schäden, nur zwei Jahre seit 1980 waren bisher teurer
  • Wetterkatastrophen dominieren – starke Wirbelstürme, schwere Gewitter und Überschwemmungen treiben die Schäden
  • Nordamerika mit noch höherem Schadenanteil als üblich – extreme Überschwemmungen in Europa
  • 2024 wird das bisher heißeste Jahr 2023 ablösen – Temperaturen etwa 1,5°C über denen der vorindustriellen Zeit 

Die Naturkatastrophen 2024 in Zahlen

Weltweit führten Naturkatastrophen im vergangenen Jahr zu Schäden von 320 Mrd. US$ (2023 inflationsbereinigt: 268 Mrd. US$), davon waren etwa 140 Mrd. US$ (106 Mrd. US$) versichert. Die Gesamtschäden und noch stärker die versicherten Schäden liegen erheblich über den inflationsbereinigten Durchschnittswerten der vergangenen zehn und 30 Jahre (Gesamtschäden: 236/181 Mrd. US$; versicherte Schäden: 94/61 Mrd. US$). Gemessen an den versicherten Schäden war es das drittteuerste Jahr, bei den Gesamtschäden liegt 2024 auf Rang fünf der Kostenskala seit 1980.

Wetterkatastrophen verursachten 93% der Gesamtschäden und 97% der versicherten Schäden des Jahres. Etwa 11.000 Menschen kamen 2024 durch Naturkatastrophen ums Leben – deutlich weniger als im Durchschnitt früherer Jahre.

Die Schäden durch so genannte Non-Peak Perils wie Hochwasser, Schwergewitter oder Waldbrände waren erneut sehr hoch. Sie verursachten Gesamtschäden von 136 Mrd. US$, wovon etwa 67 Mrd. US$ versichert waren. Damit lagen sie zwar etwas unter den Werten des Vorjahres (143 Mrd. US$, davon versicherte Schäden im Rekordwert von 82 Mrd. US$), aber deutlich über den Durchschnittswerten der vergangenen zehn Jahre (inflationsbereinigt 110 Mrd. US$/48 Mrd. US$). Auffällig ist, dass bei langfristiger Betrachtung die Non-Peak Perils den Trend zu steigenden Schäden befeuern, während die Spitzenrisiken wie tropische Wirbelstürme oder Erdbeben für schwankende Schadenshöhen sorgen.

Im vergangenen Jahr steuerten tropische Wirbelstürme alleine 135 Mrd. US$ zu den Gesamtschäden und 52 Mrd. US$ zu den versicherten Schäden bei. Der Löwenanteil davon entfiel auf starke Hurrikane in den USA (105 Mrd. US$, davon waren 47 Mrd. US$ versichert).

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