29.03.2025

Wissenschaftspreis Opferschutz 2025 WEISSER RING und Bundeskriminalamt zeichnen herausragende Forschung zum Opferschutz aus

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Der WEISSE RING e.V. und das Bundeskriminalamt (BKA) verleihen
zum zweiten Mal den "Wissenschaftspreis Opferschutz" in feierlichem Rahmen im
Schloss Biebrich in Wiesbaden. Mit der Auszeichnung wird das wissenschaftliche
Engagement im Bereich des Opferschutzes gewürdigt und die Sichtbarkeit der
Belange von Betroffenen in der Bevölkerung erhöht. Die Preisverleihung findet
unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein statt.

In diesem Jahr steht das Thema Menschenhandel im Fokus der Preisverleihung. Das
BKA leistet sowohl mit der Forschung im Kriminalistischen Institut als auch mit
der Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität einen Beitrag zur Bekämpfung
von Menschenhandel. Das Dunkelfeld in diesem Deliktsbereich ist jedoch hoch,
Betroffene zeigen aus Scham und Ohnmacht Straftaten oftmals nicht an. Daher ist
es wichtig, die wissenschaftliche Perspektive mit der polizeilichen Praxis zu
verbinden.

Der Wissenschaftspreis geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Tillmann Bartsch, Prof.
Dr. Joachim Renzikowski, Nora Labarta Greven und Marco Kubicki für ihre Arbeit
"Straffreiheit für Straftaten von Opfern des Menschenhandels? Zur Umsetzung des
Non-Punishment-Prinzips in Recht und Praxis". Die Studie befasst sich mit dem
"Non-Punishment-Prinzip", nach dem Opfer von Menschenhandel für Straftaten, die
sie in der Menschenhandelssituation begangen haben, unter bestimmten
Voraussetzungen nicht bestraft werden sollen. Die Forschungsarbeit verbindet
eine rechtsdogmatische Analyse mit einer empirisch-kriminologischen Betrachtung
der Anwendungspraxis und kommt zu dem Schluss, dass das Prinzip im deutschen
Strafrecht bislang unzureichend umgesetzt ist.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de

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